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Wir wussten wirklich nicht, was auf uns wartete, wir
wussten nicht, mit wem wir es zu tun hatten, denn Gertraud
& Hans sind innerhalb von wenigen Momenten in unser Leben
getreten und wir mussten uns erst einmal Übersicht verschaffen,
was denn das sei, wo andere Menschen mehr Geld verdienen würden,
als ich in der Funktion eines Oberarztes an einer Universitätsklinik
und dann noch mehr Freizeit genießen dürften, als ich
das bestenfalls aus meiner Studienzeit kannte. Ehrlich gesagt, ich
war so neugierig, wie selten zuvor in meinem Leben! Es stimmte einfach
die Wellenlänge, wir gewannen Vertrauen zu den beiden, wenn
auch 7 Tage des skeptischen Hinterfragens und Erkundigens vergingen,
bis wir den Entschluss fassten, die Idee des Amway Geschäfts
näher unter die Lupe zu nehmen - denn wir wollten alles - nur
nicht die Chance des Lebens an uns vorüber gehen zu lassen.
Wir starteten.
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Es ging tatsächlich auf der Stelle los. Naja, vom Sport her war
das klar, wenn man startet, dann ist man im Rennen und da gilt es
nur noch zu gewinnen. Ich wusste, da fährt ein Zug, auf den müssen
wir aufspringen. Meine Rai hatte anfangs ein bisschen "ihre liebe
Mühe", all die Neuigkeiten zu ordnen, sie hielt zwar nicht
wirklich etwas vom Sponsern (andere Familien/Menschen ins Geschäft
gewinnen), aber sie wollte die Produkte, und - sie war nach wenigen
Wochen mächtig begeistert: Alles ging schneller, alles war komfortabler,
es duftete gut, sie hatte mehr |
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| Zeit für andere Dinge
... - und ich? Ich hatte von all dem keine Ahnung! Ich war ja noch
immer "fast nie zu Hause". Ich verwendete zwar die neuen
Produkte, dennoch ich kannte sie genau so wenig, wie die anderen,
die wir früher hatten. Darin sah ich auch kein Geschäft. |
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Ich wusste nur, da musst du viele Leute begeistern, dass sie das gleiche tun wie wir: nämlich die Produkte selbst gerne verwenden und idealerweise einen kleinen, feinen Stammkundenkreis aufbauen. Mit dem gemeinsam getätigten Umsatz würden wir durch
Provisionen mit beteiligt sein. Und je mehr Leute dabei mit machen, desto
größer ist der Prozentanteil. Also: Ich nützte jede
freie Minute und erzählte es den vielen Bekannten und Verwandten
und Freunden und Freundinnen. Es gab ja viele aus dem "lebendigen"
Vorleben. Anfangs war ich dann schon ein wenig enttäuscht,
dass da nicht alle dabei waren, es war doch alles so logisch - und
lebenserleichternd. Später dann habe ich schon verstanden:
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Manche hörten gar nicht hin, für manche
war der Zeitpunkt nicht passend und manche habe ich ganz offensichtlich
anders eingeschätzt. Aber, da gab es welche, die waren auch
begeistert, die fanden es toll, sie wollten das auch und wir haben
sie gesponsert! Spätestens jetzt war klar, das Geschäft
funktionierte: was einmal funktioniert, funktioniert auch hundert
Mal! Und wenn WIR mit den Sillers das machten, dann musste es andere
auch wieder geben. Einer unserer ersten war mein langjähriger
Freund Michi Lebesmühlbacher
mit Frau Gitti, die beiden hatten es zwar alles andere als leicht,
aber Michi war auch ständig auf Achse, arbeitete 80 Wochenstunden
und mehr - und wollte
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| raus. Das wusste ich, und
ich wusste, ich muss ihn so begeistern, dass ihn die Idee auch fesselte.
So schwer es war - es funktionierte. Unser Geschäft fing an zu
wachsen. |
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